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Diskussion „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“

Dies ist die Plattform für Information, Austausch und Debatte im Beratungsprozess „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“ der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Presbyterien, Diakonie, Kitas – mit Fragen des Zusammenlebens von Christen und Muslimen sind die verschiedensten kirchlichen Bereiche beschäftigt. Alle sind darum gebeten, ihre Erfahrungen und Sichtweisen in die Diskussion einzubringen. Der Beratungsprozess ist offen und transparent. Er zielt auf eine Positionsbestimmung zum Islam auf der Landessynode 2018. Die erwünschte Beteiligung kann auch auf dieser Online-Plattform erfolgen.

Bevor sich die Landessynode 2018 mit dem Thema befasst, sind die evangelischen Kirchengemeinden und Einrichtungen gebeten, ihre Erfahrungen in der Begegnung mit Muslimen zu schildern. Dazu dienen sechs Fragen, die vor dem Hintergrund der alltäglichen Arbeit beantwortet werden sollen. Einsendeschluss war der 30. September 2016, Rückmeldungen sind aber noch immer möglich und erwünscht. Die Fragen befinden sich auf der Seite „Diskussion“. Stellungnahmen von Kirchengemeinden, Kirchenkreisen, aus Theologie und Ökumene finden Sie auf der SeiteStellungnahmen“.

Diskutiert wird auch auf Fachtagungen und regionalen Veranstaltungen. Fachtagungen werden dokumentiert. Eine Info-Seite über Fachtagungen und Veranstaltungen finden Sie hier.

Außerdem gibt es eine Info-Seite über den Themen- und Referentenpool zu „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“.

AKTUELL

„Diese Aufgabe ist uns vor die Füße gelegt“

Auch die Kirchenleitung beschäftigt sich regelmäßig mit der Thematik. Im Herbst 2016 suchte sie in Gesprächsabenden „Kirchenleitung im Gespräch“ den Austausch mit Gemeindegliedern über das Verhältnis zum Islam sowie zu Musliminnen und Muslimen. Die vier regionalen Gesprächsabende (Dinslaken, Köln, Solingen, Saarbrücken) sind Stationen auf dem Weg zur Landessynode 2018. Viele richtig gute Erfahrungen wurden beim ersten Diskussionsabend „Kirchenleitung im Gespräch“ über christlich-muslimische Begegnungen auf Gemeindeebene entdeckt. Zur Sprache kamen auch kritische Punkte, Ärgernisse, auch die eine oder andere Verallgemeinerung. Reportage über den Abend in Dinslaken.

Pressemitteilung „KL im Gespräch“

Fachtag über den „Missionsbefehl“

„Missionsbefehl? Matthäus 28 – Neu gelesen“ lautete der Titel des Offenen Fachtags der Islambeauftragtenkonferenz, des Arbeitskreises Christen und Muslime und des Dezernates 1.2 Ökumene der Evangelischen Kirche im Rheinland am 3. November 2016, in der Kölner Melanchthon-Akademie. Eine Dokumentation wird derzeit erstellt, zum Einladungsflyer

Bericht vom Fachtag über muslimische Perspektiven

„Weggemeinschaft und Zeugnis – muslimische Perspektiven“ lautete der Titel des Fachtags in der Kölner Melanchthon-Akademie, u.a. mit Präses Manfred Rekowski. Zu den muslimischen Perspektiven auf den Diskussionsimpuls „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“ gehörte u.a. die Reaktion: „Erfreut und überrascht“.

Zur Akademischen Fachtagung der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel mit dem Amt für Gemeindeentwicklung und Missionarische Dienste (GMD) am 21. Juni 2016 „Christliches Glaubenszeugnis in der Begegnung mit Muslimen“ liegt bereits eine Dokumentation vor (epd-Dokumentation Nr. 30/2016).

EKD-Papier

Die Konferenz für Islamfragen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat das Impulspapier „Reformation und Islam“ herausgegeben.

Kreissynoden zum Thema

Die Kreissynode An Nahe und Glan diskutierte über den Dialog mit Muslimen: Bericht auf der Homepage des Kirchenkreises

Die Kreissynode Köln-Mitte befasste sich auf ihrer Frühjahrstagung 2016 mit „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“: ausführlicher Bericht bei kirche-koeln.de

 

 

 

1 Kommentare

  1. Helgard Rehders sagt

    Ich bin in der Dialogarbeit in Bonn Bad Godesberg tätig, organisiere dort z.B. die Vortragsreihe „Islam für Christen – von Muslimen erklärt“. Die Weggemeinschaft-Broschüre hat mich unendlich erleichtert! Endlich ist durch die neue Interpretation des sog. „Missionsbefehls“ ein wirklicher Dialog auf Augenhöhe gegeben. Die traditionelle Auslegung erschien mir immer als ein „Lauern auf eine gute Gelegenheit“, den eigenen Glauben als einzige Rettung anzupreisen. Unmöglich für mich!
    Aufgewachsen in einem Ort, wo Missionare ausgebildet werden, hat mich der Gedanke des „einzig möglichen Heilsweges“ schon immer negativ beunruhigt. Liebe Christen,bitte einfach aufhören damit. So wie es die Broschüre vorschlägt. Danke für den Mut!
    In meinem Heimatort in Norddeutschland gibt es eine evangelische Kirche, die in diesem Jahr groß geflaggt hat: „Ohne Kreuz keine Krone“ – das empfinde ich als katastrophal. Man sollte sich mal etwas Vergleichbares an einer Moschee vorstellen – da wäre bestimmt gleich der Verfassungsschutz vor Ort! Es ist bestimmt innerpsychisch gemeint, ja, ja – stand aber außen an der Kirche…
    Das Beste, was wir meiner Meinung nach im Moment missionarisch tun in diesem Staat, ist, dass wir muslimischen Menschen die Möglichkeit geben, in Ruhe (und mit einem Gehalt), den Koran zu interpretieren, so dass sie junge Menschen in barmherzigem Geist zu einem klaren Verständnis ihres eigenen Glaubens erziehen können und Bücher schreiben – die wir selbst gern lesen!
    Ein Zitat von Khalil Gibran leitet mich: „Sag nicht: ich habe die Wahrheit gefunden, sondern lieber: ich habe eine Wahrheit gefunden.“ (aus „Der Prophet“)

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